Vor einiger Zeit habe ich den Versuch unternommen Google abzuschwören und zu yahoo zu wechseln. Für viele Themen ähneln sich die Treffer auf der 1. Seite bzw. sind manchmal auch identisch. Außerdem bot yahoo damals bereits den Dienst der Autovervollständigung von Eingaben, der bei Google (zumindest in Deutschland) erst relativ spät kam. Nun ja, nach einigen Tagen habe ich den Versuch wieder beendet. Gerade für spezifische Themen (aus meinem Arbeitsleben) liefert google nach wie vor die besseren Suchergebnisse. Auch “stört” mich die überladene Startseite von yahoo. Google hat hier schon sehr früh erkannt, was andere bis heute nicht verstehen: weniger ist mehr. (Okay, inzwischen könnte man die Suchboxen des Browsers nutzen. Damit entfällt die Startseite ja eigentlich…)

Eine weitere Erfahrung meinerseits ist: Wenn Google zu einem Thema nichts findet, gibt es das Thema auch nicht. Das soll weder die Google besonders loben noch die Konkurrenz schlecht machen, es ist für mich schlicht eine Tatsache. Und bevor ich 25 andere Suchmaschinen durchprobiere (die vermutlich auf einen ähnlichen aber meist auch kleineren Index zurückgreifen), versuche ich lieber die Suche ins Englische zu übersetzten, oder komplett anders zu formulieren.

Wie sehr man Suchmaschinen, insbesondere Google trauen kann (bzw. der Gewichtung, dem PageRank), zeigt für mich ebenfalls ein Beispiel aus dem Arbeitsleben; Ein kommerzieller Webauftritt eines Unternehmens wurde durch einen sog. Google-Optimierer überarbeitet. Das fing damit an, dass vor dem eigentlichen HTML-Code eine weitere komplette HTML-Seite eingefügt wurde. Diese zusätzeliche Seite wird im Browser nicht angzeigt, der Code ist aber etwa 300 bis 400 Zeilen lang und voll mit Schlüsselwörtern und Links zu anderen Seiten, die auch zu den Kunden des Optimierers zählen. Der Pagerank sollte sich also zum einen durch die Schlüsselwörter, als auch durch die Verlinkungen innhalb dieser “Linkfarm” erhöhen. Auch wurden zusätzliche Blind-Seiten eingefügt und (im unsichtbaren Teil) verlinkt, die ebenfalls voller Schlüsselwörter sind. Die Seite stieg im PageRank dann auch wirklich an, bis heute…

Dieses Beispiel aber zeigt mir, dass ich die Suchergebnisse durchaus kritisch beurteilen soll/muss, in Abhängigkeit der Suche. D.h. suche ich nach Infos zu einem Thema (z.B. “kontextfreie Grammatik”), oder nach einem kommerziellen Angebot (“Urlaub irland”). Für erstere Suche kann man dem Index wohl vertrauen: Er wird das beste Resulat oben anzeigen, denn niemand wird eine Seite über Kontextfreie Grammatiken optimieren wollen (wozu?). Bei der 2. Suche ist jedoch Vorsicht geboten: Urlaub heißt Geld-ausgeben und hier darf meiner Meinung nach durchaus vermutet werden, dass viele viele Reiseveranstalter ordentlich in die “Kriegskasse” zur Suchoptimierung investieren. Ob die Ergebnisse auf Googles 1. Seite dann von der “guten Qualtität” oder doch mehr vom Einsatz der finaziellen Mittel des Betreibers abhängen ist dann schwer einschätzbar.

Noch ein Wort zu Google-Games: Vor einiger Zeit gab es den “Sport” so wenig Suchergebnisse wie möglich mit 2 Suchbegriffen zu erziehlen. Leider finde ich aktuell nichts mehr dazu, lediglich die veraltete Seite http://www.buero-abc.de/spiel_google.htm. Ein weiteres Spiel zu Google algemein gibt’s hier: http://gwigle.varten.net/

In diesem Sinne, don’t be evil.

One Response to “12. Vorlesung: Suchmaschinen & Google”

  1. schlind Says:

    2 Suchbegriffe ohne Treffer sind güllerei +linux
    (güllerei +windows hat tatsächlich drei Treffer)


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